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Prieros: Zank um den Zebrastreifen

10. April 2004 Nach den Worten von Herber Meißner (SPD) erhält Prieros kurzfristig weder die für die Bundesstraße 246 erhoffte Ampel, noch den Fußgängerüberweg.


Stattdessen sehen sich die Prieroser, die die Verkehrssicherung seit nunmehr sechs Jahren fordern, mit einem Schreiben des Straßenverkehrsamtes Dahme-Spreewald konfrontiert, das sie aufhorchen lässt. Die These der Verkehrsbeamten: „Fußgängerüberwege führen eher zu einer erhöhten Gefährdung von Fußgängern“ und böten demnach eine „trügerische Sicherheit“. Zudem sei das Fußgänger- und Fahrzeugaufkommen ohnehin zu gering, so die Behauptung.

Herbert Meißner, Mitglied im Ortsbeirat von Prieros, überdies in der Gemeindevertretung Heidesee und im Kreistag als Abgeordneter engagiert, nennt das den „größten Unfug“, den er „seit langem gelesen habe“.

Damit liegt er so falsch nicht. Vor vier Jahren gab das Straßenbauamt Wünsdorf eine Verkehrszählung in Auftrag. Ergebnis: Pro Tag rauschten schon damals mehr als 3.200 Fahrzeuge durch den Ort. „Die Voraussetzungen für eine erhöhte Sicherheit durch einen Fußgängerüberweg sind somit vorhanden“, folgern daher die Wünsdorfer Baubeamten.

Kersten Haase, Bürgermeister am Ort, kann sich über die widersprüchlichen Aussagen der beiden Behörden hingegen kaum noch wundern. Immerhin hatte sich Prieros schon vor der Eingliederung in die Großgemeinde Heidesee bereit erklärt, die Kosten von rund 12.000 Euro für eine Ampel zu übernehmen, was schon damals abgelehnt wurde. ric Oderland, Havelland, Potsdam

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