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Mittwoch, 8. Februar 2012

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In die Röhre geguckt… (Fortsetzung)

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Das hätte zu erheblichen Beeinträchtigungen des Moorwaldes und der Lebensraumtypen Fischotter, Großer Feuerfalter, Schlammpeitzger geführt. Die jetzige Variante umgeht das Schutzgebiet durch eine neue Waldschneise von zirka einen Kilometer Länge. Zwar wird auch hier ein geschütztes Trockenbiotop berührt, aber die Beeinträchtigung der Natur ist erheblich geringer.


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Der „Golfplatz“ kann bleiben

Ein echtes Schmeckerchen für Bindower enthält der Planungsbericht auch. Es heißt da: „Im Trassenabschnitt 10 ist das Vorhabensgebiet für den beabsichtigten Golfplatz Bindow (ROV positiv abgeschlossen) in der Gemeinde Heidesse des Landkreises Dahme-Spreewald von der Vorzugsvariante BD2 betroffen (hier: nordwestliche Querung des potenziellen Golfplatzgeländes). Das Golfplatzvor-haben ist bisher nicht realisiert worden und ist auch nicht mehr Gegenstand der gemeindlichen Planung. Das OPAL-Vorhaben ist von besonderem öffent-lichen Interesse und hat daher im konkreten Fall einen vorrangigen Raum-nutzungsanspruch. Nach der Verlegung der OPAL-Ferngasleitung könnte das Gelände jedoch wieder für das Freizeitvorhaben Golfplatz Bindow genutzt wer-den, wobei lediglich der 10 m breite Schutzstreifen der OPAL-Leitungstrasse von Baulichkeiten freigehalten werden muss.“

Erinnert das nicht irgendwie an die unselige und unendliche Story um „Tante Anna“?

Wie geht es weiter?

Zweifellos werden die Arbeiten, deren Dauer trotz der sicher erfahrenen Trassenbauer schwer abzuschätzen ist, einige Belastungen mit sich bringen – Verkehrseinschränkungen, Staub, Lärm, was ein großes Bauvorhaben eben so mit sich bringt.

Nach Beendigung soll allerdings (fast alles mindestens so unberührt und na-türlich aussehen wie vorher. Gefällte Bäume sollen ersetzt. zerstörte Flächen renaturiert werden.

Wenn es denn so kommt, bringt Opal für Bindow das große Gefühl, im eu-ropäischen Energiepokergeschäft ein kleines Plätzchen zu besetzen. Der Transit von russischem Erdgas sollte künftig auch für uns weniger durch Streitigkeiten der Russen mit ihren direkten westlichen Nachbarn gefährdet werden. Billiger wird das Gas durch das Mammutprojekt „Nordstream“ ganz sicher nicht – und die russischen Vorräte werden dadurch auch nicht mehr.

Stellt sich die Frage: Wären Windräder – zwar auch nicht ohne Belastungen zu haben – letzten Endes nicht eine Alternative? Aber wahrscheinlich müssen wir sowieso erst mal mit beidem leben, wenn wir weiter relativ sorglos mit Strom und Wärme umgehen wollen (Brennholz ist ja auch nicht ohne Auto-anhänger, Ketten- und Kreissäge oder Holzspalter zu haben).

Gibt es einen Zeitplan?

Wir versuchen weiter, ihn in Erfahrung zu bringen.

Bernd BerlinOderland, Havelland, Potsdam

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